Dienstag, 9. Oktober 2007

Kanadische Seltsamkeiten - ein Sammelsurium, 2. korrigierte Auflage ;o) auf vielfachen Hinweis eines anonymen Kommentraschreibers

Konsumgüter
  • kanadischer Kaugummi schmeckt wie kanadische Zahncreme und die ist nicht frisch sondern sehr gewöhnungsbedürftig
  • Joghurts und Käse sind sauteuer und schmecken nach... nichts
  • es gibt überall eklige Sandwiches und Wraps als Mahlzeit "to go"
  • es gibt nur wenige Bäckereien
  • Alkohol darf nicht auf der Straße (sichtbar) getragen werden
  • abgepackte Tempotaschentücher findet man hier so gut wie gar nicht, statt dessen haben die hier so Kosmetiktückerboxen - sehr praktisch zum mitnehmen...
  • knallsüße Iced Latte oder - Capuccini sind hier der absolute Hit
  • für die Einkäufe bekommt man immer 100.000 Plastetüten, die sich dann zu Hause stapeln
  • hier sind Briefmarken schon selbstklebende Sticker (die gibts in Deutschland zwar auch schon, allerdings - meines wissens nach - nicht 6 Stück zum kaufen, sondern nur in solchen kleinen Kartons zu mehreren. Einzelbriefmarken gab es im August immer noch old-school zum abschlecken - die gibts hier nämlich nicht.)
  • Travel Mugs (funky für Thermotassen aus Plaste für den selbstgekochten Kaffee) sieht man hier an jeder Ecke
  • es gibt nur selten den klassischen Deoroller, und wenn dann riecht er furchtbar nach Früchten oder ähnlichem - gängig ist hier ein Deostick, davon sind die Regale voll
  • es gibt keinen Döner Kebap
  • auf dem goldenen MacDonalds "M" ist ein rotes Ahornblatt
  • kanadisches Bier ist teuer und schmeckt nicht, Wein ist sowieso unbezahlbar
  • Brot ist hier immer weich und süßlich
  • viele Medikamente kann man hier einfach in einer Drogerie ohne Rezept kaufen, jede Drogerie hat auch einen Apothekenbereich
  • Kinokarten sind hier unstylische Thermopapierbons
  • Frühstück besteht hier meistens aus fettigen Muffins, wahlweise auch einem geschmacklich, sagen wir mal, interessantem Sandwich/Wrap und einem Kaffee mit Geschmackssirupzugabe
  • um eine handelsübliche Milchpackung öffnen zu können, muss man erstmal einen Lehrgang machen
  • Milch wird hier gerne mit 0,1% Fett gekauft - warum machen Leute das?
Geld
  • das 5-cent Stück ist größer als das 10-cent Stück UND ist silbern wie das 5-cent Stück, was zu endlosen Verwechslungen beim Bezahlen und Wahnsinnig-werden meinerseits führt
  • auf fast alle Preise muss man 2 extra Taxes aufschlagen, angegeben ist der Preis bei fast allen Konsumgütern ohne Tax
  • trotz des relativen Gleichstandes zwischen kanadischen und US Dollarn sind die Preise in kanada immer noch höher
  • an Geldautomaten bekommt man immer 20$-Scheine und kann auch nur einen durch 2-teilbaren Betrag abheben (Susann soll jedoch schon einmal einen 10$ schein abgehoben haben... mir ist das allerdings noch nie passiert)
  • bei allen öffentlichen Vergnügungshäusern (Clubs, Restaurants, Schnellimbisse, ...) in denen man bedient wird, muss hier "getippt" werden, heißt: man muss Trinkgeld geben und zwar mindestens 15% vom Preis, sonst wird man hier böse angeschaut
Wohnung
  • die Fenster werden dank Schiebesystem seitlich geöffnet
  • man öffnet Türen mit einem Schlüssel in dem man nach rechts dreht
  • geht man durch eine Tür hinen, muss man ziehen (pull/tirez), beim rausgehen drücken (push/poussez)
  • Bettwäsche hat hier ein total anderes, größeres Format
  • die Toilettensitze öffentlicher Klos sind hier nicht durchgängig, sondern haben eine Aussparung auf dem vorderen Fünftel
  • Feuermelder montiert man hier mit Vorliebe direkt über den Küchenherd, so dass diese bei einer zu heißen Herdplatte gerne mal losgehen
Uni
  • das Papierformat (entweder kleiner als DIN A4, mit 3 großen seitlichen Lochungen oder wesentlich länger)
  • hier haben die Universitäten eigene Merchandiseshops mit T-Shirt, Travelmugs, Rücksäcken, Schreibblocks und anderen praktischen Gebrauchsgegenständen die dann das Logo der jeweiligen Uni tragen
Verkehr
  • kanadische Autos haben immer Automatik, zum Schalten sind die hier zu faul
  • kanadische Busse kommen gerne auch mal überhaupt nicht
  • beim Bus-/oder Metrofahren mit einem normalen Ticket bekommt man hier einen Papierschnippsel der zum Anschlussfahren mit Metro/Bus befähigt - aber keiner kontrolliert das Datum oder die Haltestelle beim abgeben, man kann also vom Bus in die Metro steigen und sonstwo hin fahren und sich wieder in der Metro beim Herausgehen einen neuen Papierschnippsel holen (will gar nicht wissen, wieviele Dollar Montreal im Jahr dadurch Miese macht)
  • wenn man dem Busfahrer signalisieren will, das man an der nächsten Haltestelle raus möchte, zieht man hier an einer gelben "Wäscheleine", die sich durch den ganzen Bus zieht, zum Türenoffnen muss man entweder auf eine Stufe steigen, die Tür berühren oder an den Türgriffen drehen - ich habs bis heute noch nicht geschnallt, was genau man nun in welchem Bus machen muss...
  • die Ampeln haben keine "der-Fußgänger-geht-noch-bei-rot- lassen-wir-ihn-mal-überleben"-Verzögerung - springt die Fußgängerampel auf rot, haben die Autos sofort grünes Licht
  • nutzt man den Uni-Shuttlebus, stellt man sich in einer Warteschlange entlang des Unigebäudes auf
  • Taxifahrer halten sich nicht an Verkehrsregeln
  • Stoppschilder tragen hier nicht die internationale Aufschrift "Stop" sondern "Arrêt"
Kommunikation
  • alle fragen dich immer "How are you?" zur Begrüßung und erwarten keine Antwort
  • Türsteher sind unfreundlich und mögen keine Turnschuhe
  • jeder, der was auf sich und nichts auf seine Privatsphäre hält, ist bei Facebook
... to be continued

Montag, 8. Oktober 2007

Roadtrip Quebec-New Hampshire-Maine-Quebec

Ja ja, die vier verrückten Deutschen hat mal wieder das Fernweh gepackt und sie haben sich aufgemacht ein bisschen Amerika zu erkunden. Gesagt, getan. Wir haben uns also ein Auto gemietet, zwei Hotels gebucht und noch mal richtig eingekauft. Die Reiseroute stand relativ schnell fest: raus aus Montreal, über die Grenze, ein kleines Stück durch New Hampshire und dann die volle Dröhnung Maine.

Tag 1
Am Freitag gegen 9 Uhr ging es also los in einem knallroten Pontiac mit Automatik (was auch sonst - wir sind schließlich in Nord-Amerika...). Der erste Halt wurde schon nach ca. 2 Stunden Fahrtzeit eingelegt - Raucherstop, Kaffeepause, Pinkelhalt. Danach ging es munter weiter. Wir konnten schon mal einen ersten Vorgeschmack auf das genießen, was sich uns im Verlauf der Fahrt noch viel ausgiebiger bieten sollte: Indian Summer. Das heißt wundervolles Wetter (zumindest überwiegend), viele bunte Blätter, wilde Natur und viele kleine, liebevolle Häuschen am Wegesrand. Zuvor musste aber noch die Grenze passiert werden. Das Lachen verging uns relativ schnell, als Philip mit dem Auto zu weit vorzog und uns ein wütender Grenzbeamter auf die Stopplinie hinter uns verwies. Nach wenigen Minuten durften wir dann wieder vorfahren. Launig-böse fragte uns der Beamte nach dem Zweck unserer Reise und unseren Pässen. Die Bearbeitung kann 1-2 Stunden dauern, wir sollen doch auf dem Parkplatz warten und uns nicht bewegen "Don't move, DON'T move!". Okaaay... wir konnten uns das Lachen nicht verkneifen aber ein bisschen Angst hatten wir doch. Kann ja sein, man wird gleich erschossen oder so. Wie auch immer, es war schließlich internationaler Tag des Lachens und deswegen haben wir uns unsere gute Laune nicht nehmen lassen - na ja, ein wenig angepisst war ich ja schon. Ich bin ja schließlich kein Schwerverbrecher und will auch nicht so behandelt werden. Nach circa 5 Minuten kam der Beamte zurück ans Auto geschlichen "Guhden Tag, Froilein... I need bodies!" Ich dachte mir nur "dead or alive?!" und wir folgten dem älteren Mann in das kleine Kabuff. Drinnen wurde dann der Ton auch freundlicher, man unterhielt sich über Deutschland (der Grenzbeamte hat dort mal gewohnt...), Montreal und andere Sachen. Dann wurden die Reisepässe kopiert, Fingerabdrücke gemacht und Fotos geschossen. Zum Schluss hatte jeder von uns ein kleines grünes Zettelchen mit Perforationslinie im Pass hängen (Visum für 90 Tage) und wir durften nach sagenhaft schnellen 30 Minuten weiterfahren.
Nachdem wir erstmal vor Schreck in die falsche Richtung gefahren sind, ging es dann auf tiefer in die USA hinein. An der Tankstelle (die Kinder der Tankwärterin sind übrigens auch in Deutschland geboren wurden...) in BERLIN (kein Witz...) erzählte man uns dann, das es einen wunderschönen Berg gibt, auf dem man über 3 Staaten blicken kann und den wir uns bei diesem traumhaften Wetter unbedingt anschauen müssen. Wir haben uns bedankt und sind zu besagtem Berg gefahren. Bis zum Kassenhäuschen sind wir gekommen (man konnte mit dem Auto hochfahren, das hätte allerdings 41 $ gekostet), dann sind wir wieder ein Stückchen weg auf den nahegelegenen Schotterparkplatz gefahren und haben eine kleine Rast eingelegt und natürlich Fotos geschossen um euch alle neidisch zu machen - kleiner Scherz... Dann ging es weiter und weiter und immer weiter. Das Tagesziel war Yarmouth, in der Nähe von Portland. Dort hatte ich ja schon eine Jugendherberge gebucht, es wartete also ein Bettchen auf uns. Das dachten wir zumindest bis ca. 21 Uhr, als uns dann auffiehl, dass das Yarmouth, in dem ich gebucht hatte, in Nova Scotia, also Kanada lag. OH. MEIN. GOTT. Bis eben lief doch alles noch wie geschmiert und jetzt? Ich hatte es tatsächlich versaut. Schöne Scheiße. Während ich mich noch in Grund und Boden schämte, versuchte Bohne schon (allerdings vergebens) ihren Laptop hochzufahren, um die Telefonnummer der Jugendherberge rauszubekommen. Wir hielten also kurz an einem Dunkin' Donuts an, stöpselten den Laptop in eine handelsübliche Steckdose und tadaaa... die Nummer konnte rausgeschrieben werden. Nun war es an mir meinen Mist wieder gut zu machen. Zum Glück funktionierte mein Handy in den USA, so konnte ich den sehr netten Herren vom Churchill Mansion anrufen und ihm mein Debakel schildern. Entgegen meiner Befürchtung hat er uns noch mal mit einem blauen Auge davon kommen lassen, und uns die Buchung nicht berechnet. Ich versprach ihm, sollte ich mal in Nova Scotia sein, mit einem Kuchen vorbeizukommen. Puh... das war also noch mal gut gegangen. Philip freute sich schon die ganze Zeit, denn endlich kam seiner Meinung nach mal "Schwung" in den Roadtrip. Eine Unterkunft hatten wir jetzt aber immer noch nicht. Egal, wir entschlossen uns dazu, erstmal nach Portland zu fahren. Dort stießen wir dann auf ein YMCA Haus. Wir gingen rein und fragten nach einem billigen Motel in der Nähe. Die beiden Herren (zumindest einer davon) konnte uns nach kurzem Überlegen auch weiterhelfen. Er schrieb uns eine sehr lustige Wegbeschreibung zu Motel 8 und Motel 6 auf. Dort sind wir dann auch hingekurvt. Motel Super 8 kostete 140 $ pro Nacht und sie hatten nur noch ein Zimmer frei. Wir baten uns Bedenkzeit aus, natürlich nur unter dem strengen Hinweis, dass das Zimmer dann weg sein könnte... und fuhren zum Motel 6, das allerdings schon ausgebucht war, wie einem formschönen DIN A4 Zettel an der Eingangstür zu entnehmen war. Okay, nun aber schnell zum Super 8 und das Zimmer gebucht. Uns allen hing nach dieser Aufregung der Magen schon auf Schnürsenkelhöhe. Wir verzogen uns daher in das gegenüberliegende Diner und aßen stilecht Burger in jeglicher Variation mit Freedom Fries und anderen fritierten Schweinereien. Mit vollem Bauch und geschafft vom Tag ging es dann ins Bettchen - Gute Nacht!

Tag 2
Um 7:45 klingelte mein Handy-Wecker. Von Portland aus sollte es nach Bangor gehen. Diesmal hatte Bohne das Hotel gebucht, die Übernachtung war also schon gesichert. Wir fuhren noch zum Alten Hafen in Portland, bewunderten die Schiffchen und drei Stücke Berliner Mauer, die aus uns unerklärlichen Gründen einfach da standen. Verrückt. Es ging weiter durch verschlafene Dörfchen, mini-Städte und viel Natur mit Straße in der Mitte. An einem See machten wir Halt und Bohne zeigte uns, wie das damals bei Baywatch war. Sie war die einzige, die sich von uns in die doch noch recht warmen Fluten stürzte. Dann ging es weiter nach Belfast, unserem nächsten größeren Stopp. Es war schon schwierig in dem kleinen Käffchen ein - hach, wie witzisch... - Käffchen zu bekommen, aber nach einer Nachfrage haben wir es dann gefunden, das einzige im Ort. Ziemlich süß, sehr hohe Wände, Fabrikhallen-Flair. Angeschlossen war im hinteren Teil ein kleiner Indoor-Markt mit selbstgeernteten Früchten und Gemüse. Tomaten, die noch nach Tomaten rochen. Gurken mit einem wahnsinns Aroma und Äpfel wie gemalt. Ich musste alles in die Hand nehmen und daran riechen... Hammer! Belfast an sich ist ein sehr alternatives, künstlerisches Örtchen mit einem süßen Kino, dass mich ein bisschen ans Lamm erinnert hat... hach... ein wenig Heimweh kam schon auf. Aber, es ging ja weiter: zum Hafen. Dort durften wir dann super-dicke Möven und viele Schiffchen beobachten. Am Bootssteg traf ich einen Mann aus Chicago, der mit erzählte, dass sein Cousin in Deutschland eine Frau geheiratet hat, die deutsche Staatsbürgerschaft bekam, nun dort über ebay alte Amerikanische Autos verscherbelt und ein Mordsgeld damit macht. Nach unserem Picknick mit Sellerie, Mörchen und Hummus ging es dann über Bangor nach Orono, zum Best Western Black Bear Inn, unserem Hotel. An der Rezeption erzählte man uns, das bei der Internetreservierung was schiefgelaufen sei, und man uns nur ein Zimmer mit einem Doppelbett anbieten könnte, der Rest des Hotels sei wegen Thanksgiving und Hockeymannschaftsbelegung ausgebucht. Der volle Betrag wurde vom Internetanbieter schon abgebucht, da das Zimmer jetzt aber weniger kostet, muss man sich selber mit den Trantüten vom Onlineservice rumschlagen. Egal, auf Nachfrage wurden uns noch 2 Klappbetten ins Zimmer gestellt und schon waren wieder alle glücklich. Nachdem der kleine Schock überstanden war, stürmten wir noch die nahegelegene Mini-Mall. Dort entdeckten wir dann auch eine Wäscherei, die kostenlos amerikanische Flaggen reinigt. Kopfschütteln, mehr fiel mir dazu nicht ein... Nachdem Bohne und ich uns dann noch eine riesen Pizza mit Schinken-Käse geteilt hatten, schauten wir im Fernsehen noch einen sehr genialen Bauchredner (Jeff Dunham) an und schliefen dann satt und glücklich ein.

Tag 3
Sonntag stand ganz im Zeichen eines der schönsten Nationalparks Amerikas - dem Acardia National Park. Wir fuhren also dorthin und nachdem wir unsere 20 $ hingelegt hatten, konnten wir mit dem Auto (!) die wunderschöne Natur erkunden. Okay, ich lasse das beschreiben an dieser Stelle, schaut euch lieber die Bilder an. Es entfuhr mir sogar ein ziemlich lautes "Boar, ist Natur geil!" - als Pollenalergiker ist das schon ein Heiratsantrag an Mutter Natur den man nicht mal eben so alle Tage in die Welt hineinruft. Nachdem wir Stunden in Bar Habor und dem Nationalpark zugebracht hatten, wollten wir dann auch noch unbedingt Hummer, der dort an jeder Ecke angepriesen wird, essen. Bohne war die einzige, die den schon probiert hatte. Nach ein paar Preisvergleichen hielten wir dann an einer kleinen Holzhütte, wo man dem frisch gefangenen Hummer noch einen Namen geben konnte und seine letzten Bewegungen begutachtete bevor er ins heiße Wasser geschmissen wurde. Susann wurde an dieser Stelle spontan schlecht. Nachdem unsere (haha) Hummernummer ausgerufen wurde, die 24, konnte man sich nun endlich über den knallroten Kerl hermachen. Bei mir endete das Hummeressen mit einem vorsichtigen Hineinbeißen. Die Konsistenz kann ich einfach nicht abhaben. Das ist genau wie bei Schrimps oder Garnelen - ich kann das einfach nicht kauen oder beißen, da wird mir sofort schlecht. Warscheinlich eine leichte psychische Störung in der oralen Phase, die dafür verantwortlich ist. Bohne und Philip hat es jedenfalls sehr gut geschmeckt, Susann ließ es auch beim einmaligen Kosten. Dann sind wir wieder weitergefahren, Richtung Montreal um schon mal für Montag ein paar Kilometer/Meilen gut zu machen. Als die Dörfchen dann immer kleiner wurden, wollten wir noch mal schnell Tanken (Benzin ist in den USA ja so unverschämt billig...) und uns dann schnellstens ein Motel suchen. Doch just als wir um 21:04 an der Tanke ankamen wurden wir nicht mehr bedient - man hatte seit 4 Minuten geschlossen. Philip und Bohne sind dann zum gegenüberliegenden "Herbert Grand Hotel" gegeangen. Ich dachte schon, die spinnen! Aber sie kamen zurück mit der Nachricht, dass das Zimmer 140 $ pro Nacht kostet und ein Doppelbett sowie zwei Einzelbetten hat. Müde stimmten Susann und ich ein. Und dann bot sich uns ein Anblick den wir ob der Müdigkeit gar nicht so würdigen konnten. Seht selbst. Susann verliebte sich sofort in den Hotelhusky und dem Anblick nach verliebte sich er auch in Susann... Sehr schnuckelig war es jedenfalls da und während die anderen Deutschen noch nach Essen suchten, vergeblich wie uns schon der Hotelinhaber versicherte, schaute ich mir noch eine Folge Americas Next Topmodel an. Nach "The Pinky, the Pinky and the Brain, Brain, Brain, Brain, Brain" ging es dann auch schon wieder ins Bettchen.

Tag 4
Letzter Tag, kanadischer Thanksgiving Day. Früh ging es raus aus den Federn. Nach einem schlechten Kaffee im Hotel ging es dann zur Tanke. Der zweite Versuch war erfolgreich. Dann immer weiter in Richtung nach Hause. Zwischenstopp in einem kleinen Kaff zum Diner-Frühstück bei dem wir unsere letzten amerikanischen Dollar raushauten. Dann weiter zur Grenze, durch die wir fast schon wieder einfach so durchgerauscht wären, da die Grenzhäuschen immer so unscheinbar sind. Ein, für Grenzbeamtenverhältnisse, recht netter Kanadier riss uns nach ausdrücklichem darum-Bitten unsere grünen Zettelchen aus den Pässen und zack, waren wir wieder im sicheren Kanada. Beim nächsten Zwischenstopp im Dunkin' Donuts holte mich dann auch wieder meine Französisch-Schwäche ein, als ich meinen Kakao gerne mit Sahne haben wollte, ihn aber auf Grund schwerwiegender Verständigungsschwierigkeiten ohne solche bekam. Nach ein paar weiteren Minuten waren dann auch schon wieder Hochhäuser und dreispurige Straßen in Sicht und wieder war ich recht froh wieder "zu Hause" zu sein.

P.s.: Schaut immer mal wieder auf Philips Blog, er hat immer kräftig mit der Kamera gefilmt und wird wohl irgendwann auch mal ein kleines Roadtripfilmchen draufstellen.

Lasst es euch gut gehen!