Mittwoch, 30. April 2008

Alles geht einmal zu Ende...

...tja, was soll ich sagen? In zwei Stunden mache ich mich auf den Weg zum Flughafen und dann geht's wieder ab nach Deutschland. Was bleibt zu sagen? Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die immer fleißig mitgelesen haben und auch dann und wann mal kommentiert haben. Dieses Blog zu schreiben hat mir immer viel Spaß gemacht.
Und sonst? Montreal ist definitiv eine Stadt, in die ich mich verliebt habe. Ich mag den "Vibe" der Stadt unheimlich gerne, viele, interessante und kreative Leute sind hier unterwegs. Ich liebe den Sommer hier, wenn in der Stadt ein Festival nach dem anderen statt findet. Und ich will definitiv wieder her kommen. Die Uni und das Journalismus Programm waren auch super. Manchmal war mir zwar alles viel zu idealistisch, aber ich habe dennoch viel gelernt und die Kurse waren (meistens) sehr interessant. Mein Französisch habe ich auch versucht zu verbessern - naja, ein kleiner Erfolg ist auf diesem Gebiet schon zu verbuchen.
Es gibt viel, was ich vermissen werde. Meine Freunde, das Englisch-Sprechen und Französisch-Üben, unser Apartment, die Stadt allgemein, das hervorragende Essen bei meinem Lieblings-Thailänder "Souvenirs de Bangkok", Java U Kaffee, Dollarama, Poutine, Liberte Joghurt, Spinatdipp, die Shoppingmöglichkeiten (vor allem Simons und Aldo Shoes), das Hockeyteam und die damit verbundene Begeisterung (mal von den brennenden Autos abgesehen...), all die verrückten Menschen - um nur weniges zu nennen. Es war eine wunderbare Erfahrung und es ist schade, das alles schon wieder vorbei ist. Die neun Monate sind echt wahnsinnig schnell vergangen.
Aber ich freue mich auch schon wieder auf Deutschland, auf euch alle, das Lamm, auf das Institut, ARENA, unimax und das kleine, verträumte Erlangen. Also dann, bis ganz bald!
Dicker Knutscher,

Romy :o))

Dienstag, 22. April 2008

Der Tag danach...

Mittlerweile kann man sich das Ganze auch auf Youtube anschauen... Mir laeufts immer noch kalt den Ruecken runter. Bilanz von letzter Nacht: 16 demolierte Polizeiwaegen, eingeschlagene Schaufenster, umgekippte Briefkaesten, 550.000$ Schaden, 16 Randalierer verhaftet - 3 davon minderjaehrig, zum Glueck keine Verletzten. Als wir heute die Ste. Catherine runtergelaufen sind, waren die kaputten Fensterscheiben schon wieder ausgetauscht und das Leben ging weiter seinen normalen Gang. Nur ein ausgebranntes Auto haben wir noch gesehen. Das naechste Hockey-Spiel folgt am Donnerstag - dann wahrscheinlich mit einer komplett gesperrten Ste. Catherine. Ich gehe da bestimmt nicht mehr auf die Strasse. Berichterstattung von CTV und CBC.

Wenn aus Freude Aggression wird...

Ich bin geschockt, so wie ich es wohl noch nie in meinem Leben war. Das meine ich wirklich ernst. Heute, oder besser gestern war der 21. April 2008. Und Montreal war im Hockey-Fieber, denn die Montreal Canadiens hatten die letzte Chance durch einen Sieg gegen die Boston Bruins in die Semi-Finals der NHL aufzusteigen. Sie gewannen, 5:0. Die Deutschen, Philips Mum, die hier gerade zu Besuch ist und Cathy haben natuerlich vor dem Fernseher mitgefiebert, und sich irre gefreut, als "wir" gewonnen haben. Gleich nach dem Spiel stroemten alle auf die Strasse, Ste. Catherine vorallem. Binnen Minuten war die Innenstadt voller feiernder Menschen. Es herrschte eine ausgelassene, positive Stimmung. "Go Habs, Go!" schallten die Rufe von allen Seiten, die Menschen setzten sich in ihre mit Habs Faehnchen dekorierten Autos und fuhren die Ste. Catherine im Stadtkern runter. Wir waren mittendrin, freuten uns und fuehlten uns sehr an die Fussball-Weltmeisterschaft und das ausgelassene Feiern nach einem deutschen Sieg erinnert. Als wir an die Strassenkreuzung Peel/Ste. Catherine kamen, sahen wir auf einmal, dass die Polizei in voller Montur (schwarze Kleidung, Schussichere Westen, Schlagstoecke und Schutzschilder) begann, die Strasse aubzusperren. Noch war alles friedlich, und es wurden sogar Fotos von jubelnden Fans vor den grimmig schauenden Polizisten geschossen. Fernsehkameras waren auch dabei, um die Stimmung fuer den naechsten Newscast einzufangen. Wir blieben eine Weile an der Polizistenkette stehen, um die Atmosphaere aufzusaugen. Dann wollten wir eigentlich wieder zurueckgehen, als ploetzlich die Leute, die uns entgegenkamen, anfingen zu rennen. Philip zerrte noch schnell Susann, Cathy und seine Mum
vom Strassenrand weg, da ploetzlich nicht mehr klar war, warum alle losrannten. Verwirrung.
Was war los? Ein paar Polizisten rannten auch, wir draengten uns an die Wand der Geschaefte und beobachteten erst einmal. Ziemlich schnell loeste sich das Ganze wieder auf, und wir beschlossen auf der Parallelstrasse zur Ste. Catherine in Richtung nach Hause zu laufen. Immer mehr Polizeiautos kamen uns entgegen. Wir wunderten uns, warum so viele davon unterwegs waren, und fanden es schade, da sie die gute Atmosphaere irgendwie in Anspannung umwandelten. Auf der Maisonneuve bot sich uns das gleiche Bild, nur weniger Menschen und mehr hupende Autos, alle feierten, lehnten sich aus ihren Autofenstern heraus, schwangen Fahnen, sangen. Wir beschlossen in einer nahegelegenen Bar noch ein (oder besser zwei) Bierchen zu trinken. Auf den Flatscreens konnte man sich noch einmal die besten Szenen des Spiels anschauen, waehrend auf Maisonneuve der Wahnsinn weiter ging. Wir hatten einen schoenen Fensterplatz und konnten so alles mitverfolgen. Gegen 0:00 Uhr zahlten wir, Bohne und ich beschlossen uns wieder auf den Heimweg zu machen und uns morgen ein Habs T-Shirt zu kaufen, mit der Nummer und dem Namen des Goalies der Habs, Price, zu kaufen. Er hatte so viele Torchancen der Brunis vereitelt, das war einfach super. Welches Bild sich uns dann allerdings auf dem Heimweg bot, wird sich wohl fuer immer in mein Gedaechtnis eingebrannt haben. Zunaechst sahen wir zwei Polizei-Autos, deren Scheiben eingeschlagen und deren Reifen zerstochen waren. Glas lag auf der Strasse. Wir ueberquerten die Strasse und sahen Polizisten, die sich neben den Autos aufgereiht hatten. Wahrscheinlich, um weitere Vorfaelle dieser Art zu verhindern. Zwischen den beiden, nebeneinander geparkten Polizeiautos sahen wir noch einen weiteren, kleineren Polizeiwagen, der mittlerweile ausgebrannt war. Mit wurde mulmig. Ich habe soetwas noch nie gesehen, nicht mit eigenen Augen. Schaulustige reihten sich auf. Wir liefen weiter bis zur naechsten Strassenkreuzung, dort, wo Cathy wohnt. Aufeinmal: "Schau mal, dort vorne brennt was!". Ich habs erst gar nicht gesehen. Dann sah ich eine riesige Rauchschwarte-wahrscheinlich wieder ein Polizeiauto auf der Ste. Catherine, das brannte. Wir verabschiedeten uns, Susann, Phil und seine Mum beschlossen ein Taxi nach Hause zu nehmen. Bohne und ich beschlossen, nach Hause zu laufen, nachdem wir Cathy noch versuchten zu ueberzueugen, dass es vielleicht besser waere, heute Nacht bei uns zu uebernachten, weiter weg von dem Feuer. Weitere Polizeiautos naeherten sich, Cathy wollte bei sich schlafen und wir verabschiedeten uns schnell. Ploetzlich fingen wieder alle an zu rennen, uns entgegen. Wir rannten mit. Polizei-Helikopter flogen ueber uns hinweg und mich ergriff Panik. Feuerwehrautos bahnten sich ihren Weg durch die Menschenmassen. Wir sind gut zu Hause angekommen, da sich zum Glueck in unserer Richtung alles aufloeste. Aber warum bitte, muss denn alles so ausarten? Wir haben uns doch alle ueber den Sieg gefreut. Wer bitte, setzt Polizeiautos in Brand? Dass Freude so in Aggression umschlagen muss, das schockiert mich. Und es ist schade, dass die Stadt, in die ich mich so verliebt habe, auf die letzten 9 Tage hin, so ein haessliches Gesicht zeigt. Morgen wird das Ganze in den News zu sehen sein. Der erste Report von den Unruhen, der gerade bei CBC online ging, berichtet von insgesamt 4 brennenden Polizeiautos. Weiteres war noch nicht bekannt. Waehrend der Rauchgeruch noch in der Luft liegt, werde ich jetzt schlafen gehen. Schade, Montreal. Das hat euer grandioses Hockeyteam echt nicht verdient.

Donnerstag, 3. April 2008

New York, New York und das Ende einer Freundschaft

... jetzt muss ich aber wirklich mal wieder ein bisschen bloggen, nachdem schon wieder so viel Zeit vergangen ist, seit Ostern und dem von mir lang ersehnten Ausflug nach New York. Ja, ich habe die Bohne genötigt, mit mir dahin zu fahren und was soll ich sagen? New York ist noch genau so toll, wie es auch schon bei meinem letzten Besuch, vor fünf Jahren war. Wir zwei beide haben natürlich das kleine Touri-Programm gemacht, und uns fleissig sämtliche Sehenswürdigkeiten angesehen. Von der Freiheitsstatue über den Financial District, das Empire State Building, Central Park, Greenwich Village, China Town, Times Square und Ground Zero. Natürlich haben wir auch die grenzenlosen Shoppingmöglichkeiten der Stadt erkundet (was ja auch der eigentliche Grund war, warum ich unbedingt noch mal nach NYC wollte). Hach, es war eine wahre Freude. Bohne und ich haben kräftig zugeschlagen, und Dank des unglaublich guten Wechselkurses haben wir dabei auch noch richtig was gespart - da freuen sich Shopperherz und Geldbeutel gleichermaßen. Natürlich haben wir uns auch die obligatorische Dosis Kultur verabreicht, in dem wir uns die Ausstellungen im MoMA und im Guggenheim Museum angesehen haben. Wolfgang und Fredie haben uns ja schon gewarnt, dass das jetzt nicht so der Hammer war, und ich muss ihnen leider Recht geben. Das Guggenheim war einfach architektonisch interessant, die Ausstellung hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen. Obwohl die Werke eines Künstlers ausgestellt waren, der mit Hilfe von Schießpulver oder anderen explodierenden Substanzen auf Stoff recht interessante Gebilde erzeugt hat. Wäre jetzt aber auch nichts, was man nicht schon mal gesehen hätte. Das MoMA fing in den unteren Etagen ziemlich gut an, mit Werken die überwiegend aus dem letzten oder vorletzten Jahr stammten, ließ aber dann ziemlich schnell nach. In der, viel zu kleinen, Designabteilung war Schweizerisches Design ausgestellt, das war nun wirklich nichts Neues für uns. Und was die älteren Meister angeht, auch viel, was man schon mal irgendwo anders gesehen hat. Gegen die straffe Organisation am Eingang, mit einer Bearbeitungszeit beim Kaufen der Eintrittskarte von circa 2 Minuten, kann man allerdings nichts sagen. Da könnte sich so manches deutsche Museum mal eine Scheibe von abschneiden. Alles in allem aber, hatten wir eine sehr schöne Zeit in New York mit jeder Menge gutem Essen (kleiner Tipp, falls ihr mal dort seid: geht in das City Diner – sieht von außen recht unscheinbar aus, hat es aber in sich – riesige Portionen und super lecker!), traumhaft schönem Wetter und allem, bloß keiner Langeweile.
Tja, bis vor kurzem dachte ich dann auch, mein Leben sei eigentlich ganz toll, bis sich pünktlich einen Tag vor meinem Geburtstag mein Laptop von mir, recht unspektakulär, verabschiedete. Happy Birthday. Ja ja, ich will nicht jammern... Aber wenn man so ein Internetjunkie wie ich ist, dann trifft einen das schon schwer. Plötzlich war der Bildschirm schwarz und ich musste damit einsehen, dass unsere innige, über drei-jährige Freundschaft nun zu einem Ende gekommen ist. Garantie ist passender Weise auch schon abgelaufen, da kann man also nicht mehr viel tun. Trotz allem hatte ich aber noch mal Glück im Unglück, da alle Daten noch da sind und auch die Software noch ohne Probleme funktioniert. Nur einen anderen Bildschirm muss ich jetzt anschließen um mein Notebook zu benutzen. Naja, für die Restzeit hier in Kanada hat mir Cathy ihr altes PowerBook geliehen, und ganz ehrlich... damit ist das alles gar nicht mehr so schlimm. Ich benutze einen Mähäck! Was will man noch mehr? Gut, außer vielleicht, dass man den Mac behalten kann und ihn bei Abreise nicht wieder zurückgeben muss...

Donnerstag, 13. März 2008

"Das Dessert-Fach ist noch frei!" - oder: wie man sich aktiv an der Erhaltung des Dentisten-Berufes beteiligt

Bevor ich mit diesem Post beginne, muss ich noch etwas loswerden - und zwar ein ganz großes Dankeschön an Philips Tante, deren Namen ich leider nicht weiß. Vielen Dank für die Gummibärchen aus good-old-Germany. Ich war ja mittlerweile schon so verzweifelt, dass ich mich nahezu ganz den hier erhältlichen Gummibärchen abgewendet habe - nur dreimal (in 7 Monaten!) habe ich welche gekauft und in 66,66% der Fälle haben die einfach nicht geschmeckt. Nun aber gibt es wieder tropisch-fruchtiges Tropifrutti und fröhlich-köstliches Phantasia (das, mit den bunten Nuckeln und den Colaflaschen... hmmmm...) von Haribo, vielen Dank dafür.
Nun aber zum gestrigen Tage von dem ich gerne berichten möchte. Ja, sadistisch veranlagte Zahnärzte hätten ihre reine Freude an dem Spektakel gehabt, das unter dem wohlklingenden Namen "Cabane à sucre" daherkommt. Alle Kanadier wissen natürlich sofort was Sache ist und auch den Deutschen wird bei Übersetzung des Titels (wörtlich sowas wie Zucker-Hütte) klar, was da wohl auf einen zukommt. Es ist die Zeit der Ahornsirup-Ernte in Kanada und da gehört es sich natürlich, dass die internationalen Studenten die kulinarischen Gepflogenheiten ihres Gastlandes erkunden. Das International Students Office bot zu diesem Anlass einen Ausflug ins nicht weit entfernte Mont-St-Grégoire an und die vier Deutschen waren natürlich dabei. Kurz nach 12 Uhr Mittags ging es los, standesgerecht wurde die Elite der Austauschländer in einem orangen Schulbus zum Zielort chauffiert. Auf der Fahrt wurde so manches Schlagloch und auch die Ecke eines Bordsteins mitgenommen, die wohl ein Stückchen zu weit in die Kreuzung hineinragte. Auf der Fahrt bot sich das übliche außerhalb-von-Montreal-Bild: Industrieanlagen, eine ganze Weile nichts, dann ein paar Häuserchen, wieder nichts, ein Berg und dann, circa 50 Minuten später endlich der Zielort. Vor einer etwas größeren Hütte wurde angehalten, alle verabschiedeten sich freundlich von der netten Busfahrerin und dann sammelte sich die internationale Bande erstmal in einem formschönen Klumpen. Die Organisatoren klärten in der Zwischenzeit die Einzelheiten mit den Betreibern, die Busfahrerin machte sich wieder auf den Weg. Plötzlich: Ein Aufschrei. In bestem quebecois-Französisch gab die Dame zu verstehen, dass man hier falsch sei, wir müssten zu einer anderen Hütte! Verlegenes Lächeln bei den Organisatoren. Plötzlich kam auch der Bus zurück und alle mussten wieder einsteigen. Dann: eines meiner Highlights an diesem Tag, das wohl jeden Umweltschützer auf die Yucca-Palme getrieben hätte - wir stiegen also ein, die Busfahrerin lenkt um, wir fahren aus dem Hof raus und dann direkt in die nächste Einfahrt rein. Das wars. Wir sind da. Wie jetzt? Ja, wir waren da und ich bin wirklich froh, dass wir den weiten Weg nicht laufen mussten. Hehe. Bis zum Mittagessen waren noch 10 Minuten Zeit, die wir erst mit rumstehen, dann kurzfristig mit rumlaufen überbrückten. 13 Uhr - Essen ist fertig! Wir hatten ja keine Ahnung, was uns jetzt erwartete. Das hätte sich wohl keiner träumen lassen, als im Informations-Newsletter dieser Programmpunkt schüchtern mit "lunch" angekündigt wurde. Das, was da in dem liebevoll und detailverliebt dekorierten Gasthaus aufgetischt wurde, war ein wahres Festmahl! Um euch alle ein bisschen neidisch zu machen, gebe ich an dieser Stelle natürlich die genaue Menüfolge inklusive Bildern wieder.


Begonnen wurde mit warmen Brötchen. Dazu gab es gesalzene Butter und Schweineschmalz.


Auch die bereits auf dem Tisch bereitstehenden Gewürzgurken, die Rote Beete und der Krautsalat wurden schon mal getestet und für sehr gut befunden. Nächster Gang:


Erbsensuppe - ein Traum in herzhaft. Nun konnten wir die bis zum Rand gefüllten Kännchen mit Ahornsirup auch nicht länger ignorieren. Todesmutig wurde vorsichtig ein Klecks des süßen Saftes in die Suppe gegeben - eine Erleuchtung: "Das schmeckt ja richtig gut. Das hätte ich jetzt gar nicht gedacht.". Von nun an waren alle Hemmschwellen gefallen und auf jeden folgenden Gang wurde nun kräftig Ahornsirup gegossen. Zweiter Gang:


Meatpie. Da ich an dieser Stelle an den Film "Sweeny Todd" und das dort in den Fleischküchelchen verarbeiten Menschenfleisch denken musste, verschluckte ich mich erstmal kräftig und zog ungewollt und peinlich berührt die Aufmerksamkeit des Tisches auf mich, an dem zum Glück nur Bohne, Philip, Susann und ein anderes finnisches (glaube ich, auf jeden Fall aber skandinavisches) Mädchen saßen. Der Meatpie wurde dann von mir auch als nicht ganz so toll empfunden. Er war a weng lasch, da konnte auch der hinzugefügte Ahornsirup nicht mehr viel rausreißen. Viel Zeit zum Nachdenken blieb nicht, denn schon kam der nächste Gang:


Linsenirgendwas (nicht wirklich Suppe, da fester als diese, aber auch nicht wirklich Püree, da nicht püriert - irgendwas dazwischen eben...) und Bratkartoffeln. Hm... fantastisch. So langsam wurde uns auch klar, das wir die Schälchen wohl nicht ganz leer essen können, denn es stellte sich schon ein "leichtes" Sättigungsgefühl ein. Die Serviererinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und tischten sogleich den nächsten Gang auf:


eine warme Platte mit Rührei, Schinken und einem meiner Meinung nach undefinierbaren Etwas. Die Anderen waren sich relativ schnell einig: bei dem harten und stark salzigen Etwas muss es sich um getrockneten Tintenfisch handeln - meine Abneigung gegen Meeresfrüchte dürfte ja schon bekannt sein, deswegen wagte ich nicht noch einen, wenn auch mit Ahornsirup verfeinerten, Bissen. So, alle waren jetzt schon merklich an die Belastbarkeitsgrenze ihres Magens angelangt, aber die cuisine quebecoise kennt kein Erbarmen. Und, wie ja schließlich jeder weiß: das Dessert-Fach war immer noch frei. Nächster Gang also der Nachtisch. An dieser Stelle lasse ich mal das die Bilder für sich sprechen.

 



Allgemeine Erleichterung stellte sich ein: ein Ende war in Sicht. Nicht, dass das Essen schlecht war. Man konnte nur, selbst wenn der Magen "Genug!" schrie, nicht mit dem Essen aufhören. Es war einfach zu lecker.
Wenn es nach mir und auch nach den anderen Deutschen gegangen wäre, hätten wir an dieser Stelle ruhig wieder nach Hause fahren können, aber bis zur Abfahrt hatten wir noch 2 Stunden Zeit. Also haben wir wieder etwas die ziemlich unspektakuläre Gegend erkundet, Susann und Philip haben sich eine vielleicht gerade einmal 8-minütige Kutschfahrt (einmal in den Wald rein und dann ganz schnell wieder raus) gegönnt. Bohne und ich schossen lieber Fotos von Hasen und Hühnern, die vorsichtig an ihrem Eiswasser nippten.
Dann sind wir auch noch ein Stückchen in den Wald gegangen und haben da gesehen, wie die Ernte von statten geht.





Wenige Zentimeter über dem Boden ist an den Ahornbäumen eine Ablaufvorrichtung und ein Kübel angebracht, in dem dann die relativ unspektakuläre, aber in stetigem Tropfen rinnende, wasserähnliche, leicht gelbliche Flüssigkeit aufgefangen wird. Bohne hat sie probiert und für leicht süßlich befunden. Diese Flüssigkeit wird dann erhitzt, dickt ein, karamellisiert - und Ahornsirup entsteht. Diesen kann man dann im noch flüssigen Zustand auf Schnee geben, um einen Eisstil wickeln und lutschen. Wie gesagt, das zahnfreundlichkeits-Emblem kann man da wohl kaum verleihen, aber lecker ist es trotzdem.
Nachdem bei allen, insbesonders bei den Organisatoren des Ausfluges, der erwartete Zuckerschock einsetzte, gab es noch eine improvisierte Schneeballschlacht. Da der Bus aber schon zur Abfahrt bereit stand, gingen die Deutschen schon mal vor und ließen die anderen Kinder weiterspielen. Die hatten dann aber auch keine Lust mehr und so saßen bald darauf alle wieder auf ihren Plätzen im Bus. Nach drei, wohl vergeblichen, Zählversuchen fragte einer der Organisatoren nur noch „Is everybody here?“. Als alle Anwesenden mit einem schallenden „Yes!“ antworteten, fuhren wir wieder glücklich und saturiert nach Hause.

Sonntag, 17. Februar 2008

... die an der Concordia arbeiten hier sogar in den Ferien!

Welchen anderen Eindruck soll man denn auch bekommen, wenn der "Mid-Term Break" hier "leicht" euphemistisch "Reading-Week" genannt wird. Wer bitte hat sich denn diesen Mist an der Concordia ausgedacht? Nun ja, nächste Woche gibt es also keine Uni, denn es ist ja "Reading Week" und ich frage mich allen Ernstes, ob ich nicht tun soll, was der Name der Woche mir befiehlt - so als guter, gefolgsamer Student eben. Man kann ja auch durchaus das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, und sich mit dem Buch seiner Wahl in ein gemütliches Irish Pub setzen, in das McKibbin's zum Beispiel. Das McKibbin's ist sehr beliebt bei Studenten aller Art: zentrale Lage, an manchen Tagen gibt es Livemusik, dazu kann man dann eines der vielen hausgebrauten Biere trinken, den ein oder anderen Snack essen und sich an den heimeligen, antiken Werbespruchtafeln erfreuen, auf denen dann solche grundlegenden Weisheiten stehen wie: "Beer is so much more than breakfast" - wie wahr. An diesen Spruchtafeln allerdings stört sich nun seit dem 6. Februar das Office québécois de la langue française, welches sich, nach einer Beschwerde eines beleidigten frankophonen Fundamentalisten mit zu viel Freizeit ("a customer has complained about not being served in French and that the English signs on the walls are an affront to Quebec's language laws"), dazu veranlasst sah, die Besitzer des Pubs dazu aufzurufen, sämtliche englische Spruchtafeln zu entfernen und desweiteren festellte, dass unter den Bediensteten des Pubs genrell zu viel englisch gesprochen werde. Denn: man ist ja in Québec, und hat sich an die hier
herrschende Sprachpolitik (Französisch als Hauptsprache, und wenn englisch, dann doch bitte in kleinerer Schriftgröße, und dem Französischen untergeordnet, oder im O-Ton: " The law requires the French language to be predominant in public signs and commercial advertising; if another language is used at the same time, French must be given overall priority and the visual impact of the French text has to be much more important.") zu halten. Ja, wenn man keine anderen Sorgen hat. Seit Tagen geht hier nun also ein regelrechter Aufschrei durch die (anglophone UND frankophone) Tagespresse [The Gazette 14. Februar / The Gazette 15. Februar / The Gazette 16. Februar / La Presse 16. Februar]. Die Pub-Besitzer haben sich inzwischen nicht von der 1500$ Strafe, die das Office québécois de la langue française ihnen bei Nichtentfernung der Schilder innerhalb von 30 Tagen angedroht hat, einschüchtern lassen und gaben zu erkennen, dass sie die Tafeln nicht abhängen werden, es handele sich ja schließlich um ein traditionelles Irish Pub, dass schon seit 10 Jahren existiert, und sowieso dienen die Tafeln des Anstoßes ja nur der Dekoration, denn die dort beworbenen Produkte (u.a. Guiness Dublin 1759 Ireland Trademark, Palethorpes Pork Pies, St. James Gate Dublin) sind ja auch seit über einem Jahrhundert schon gar nicht mehr erhältlich - macht die Argumentation der Besitzer ja durchaus nachvollziehbar. Außerdem, so die Besitzer weiter: "Nowhere does the language legislation say the interior decor or general ambience of a place has to be in French.". Und es ist ja auch nicht so, dass in das McKibbin's nur anglophone Menschen gehen. Na-hein, man stelle sich vor, sogar frankophone Menschen finden das McKibbin's urgemütlich und störten sich bisher überhaupt nicht an den englischen Spruchtafeln. «Le Québécois francophone moyen trouverait la situation ridicule», sagt der Anwalt der Besitzer, Brent D. Tyler, der nun die juristischen Möglichkeiten gemeinsam mit den Besitzern erörtert. Und sogar die Concordia University mischt sich ein: "Michael Kenneally, head of Concordia's Irish studies program, said the signs are "cultural artifacts that speak to Irish history"." Das Office québécois de la langue française verteidigt sich inzwischen mit einem müden Hinweis auf die Tatsache, dass man ja nur auf eine Beschwerde reagiere. Aha. Gérald Paquette, ein Mitarbeiter des von mir immer wieder gern zitierten Office québécois de la langue française, weiter: "First, the staff didn't provide service to the customer in French. Second, the menu outside is in English. [...] The signs were mentioned, but we recognize there might be exceptions, and that perhaps, under some circumstances, such signs might be allowed.". Die Besitzer des Pubs haben inzwischen eine Website gestartet, auf welcher man ab Montag über den Irrsinn dieser Aktion abstimmen kann. Jawoll. An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Office québécois de la langue française für diesen aufgebauschten Disput bedanken, denn sie machen mir die Wahl meiner Bücher für die "Reading Week" um einiges leichter. Ich werde mich, nachdem ich auf deren Website am Montag abgestimmt habe, dann also in das McKibbin's setzen und dort in gemütlichen Ambiente aus Protest erst Samuel Beckett, dann James Joyce und danach lauthals irische Gedichte rezitieren.
Zum Wohl!

Freitag, 18. Januar 2008

Puh... geschafft.

Ich habe es endlich mal auf die Reihe bekommen, mich für ein paar Praktika zu bewerben. Aber fragt nicht nach der Odyssee, die ich auf mich nehmen musste, bis es endlich soweit war. Gerne würde ich an dieser Stelle eines der schröcklichen Passfotos reinstellen, die ich von mir machen musste, aber leider, leider habe ich keinen Scanner. A propos Fotos, ja - da glaubt man, in Montreal wäre es kein Problem Passbilder von sich machen zu lassen. Denkste. Ich, ab in den "LA PHOTO SHOP", versucht, mit Händen und Füßen der nur gebrochen Englisch sprechenden Mitarbeiterin zu erklären was ich eigentlich will,


kleiner Auszug aus der Unterhaltung, weils so lustig war:

ICH: "I need three small photos for an internship application."

SIE: "Ah... photos for immigration! No problem, come here."

ICH: "No, no, not for immigration, for an a-p-p-l-i-cation!"

SIE: "I don't know what you want..."


und mich am Ende enttäuscht in den bösen und eigentlich für eine Bewerbung absolutes No-No-seienden Fotoautomaten gesetzt. Was war schief gegangen? Spulen wir zurück zur Szene im Fotogeschäft. Nachdem ich mich endlich verständlich machen konnte, machte die Mitarbeiterin des "LA PHOTO SHOP"s ein Foto von mir. An dieser Stelle mal wieder ein Auszug aus der darauffolgenden Unterhaltung:


SIE: "I go print your pictures, you can take them with you in four minutes."

ICH [in Gedanken]: "Aha, DAS geht aber schnell... Muss wohl ein Wunder der neuen digitalen Technik sein..."

SIE: [druckt die Fotos aus, gibt sie mir.]

ICH: "Oh, I just saw there is a strange blue stripe at the bottom of two pictures, right across my neck..."

SIE: "Oh, I go print another two." [und druckt noch mal. Danach schneidet sie die ersten beiden Bilder mit einer handelsüblichen Papierschneidemaschine.]

ICH [wundere mich schon, wie sie es schafft gerade zu schneiden, ohne die Fotos an der oberen Kante der Papierschneidemaschine auszurichten. Ich schaue mir die zwei ausgeschnittenen Bilder an. Verwirrung.]

ICH: "Erm... excuse me, Ma'am. Is the quality of the printed pictures always that poor? My black Shirt is not really black. And in general, the picture is not really precise. My skin looks very orange, too. Maybe you can change some settings at the printer..."

SIE: "That is the normal quality for pictures here. Everybody prints them now digitally. Government never complained."

ICH: "I'm sorry, I did'nt mean to insult you. It's just... It's not fot the government. It's for an application which is very important for me and I want everything to be perfect..."

SIE [unterbricht mich]: "Since twenty years we have this business and nobody ever complained. You should'nt take everything too serious."

ICH [ traue mich kaum es zu sagen, mache es aber doch]: "Well, the pictures are not cut straight. The margin looks slope..."

SIE: [will gerade zum Schneiden der anderen Fotos ansetzen]

ICH: "Oh, you know what? I cut them myself. It's okay, I take them as they are..."

SIE: "Do you have a cutter to do it?"

ICH: "No, but that's okay" [ in Gedanken: "Mit einer handelsüblichen Papierschere mache ich das immer noch besser als du mit einer Papierschneidemaschine."]

SIE: "We leave the pictures on the memory stick for three weeks. If, in that time, you need more copies, it's half price then."

ICH [in Gedanken]: "Na, gut zu wissen."


Noch Fragen? Ich wedele also enttäuscht ab. Aber ich gebe nicht so schnell auf. Ich gehe in ein anderes Fotogeschäft. Ich frage den, übrigens auch nur gebrochen Englisch sprechenden, Mitrabeiter (seht ihr die Parallele schon?) nach dem Preis für Bewerbungsfotos (auch er wusste, kaum verwunderlich, nicht was ich wollte). Ich sage ihm die von mir bevorzugten Maße für das Foto und er meint, das kostet 38,90 $ inkl. Tax für vier Fotos. ICH: "Aha, das ist aber teuer. Wie ist denn so die Qualität der Bilder?" Er zeigt mir ein paar Besipiele. ICH daraufhin: "Danke, aber das muss ich mir noch überlegen." Tja, und so stehe ich dann vor dem Fotoautomaten, mit leicht überbelichteten Bildern in der Hand und den Tränen nahe... Als Zwängler hat man es hier echt nicht leicht. Aber gut, diese Bilder habe ich dann also für die Bewerbung genommen. Ich also ab zu Post, wo ich natürlich auch wieder Zoll-Zettelchen ausfüllen musste, da zwei der Briefe zu dick waren um noch als "Brief" als solches durchzugehen und deswegen als "Päckchen" deklariert wurden, für welche man eben eine Custom-Form ausfüllen muss. Macht ja auch Sinn. Das, meine Lieben, ist die unergründliche Logik des kanadischen Postsystems... Auf einem solchen Zoll-Zettel muss man dann aufführen, was man verschickt und wieviel es gekostet hat. Was schreibt man also bei einer Bewerbung? Nun ja, eine Plasteklemmmappe (dadurch, das man natürlich in entweder Englisch oder Französisch schreiben muss, blieb mir dankenswerter Weise das peinliche dreifach-m bei den original-Zetteln erspart) für 3,75 $, Bewerbungsschreiben mit Druck- und Kopierkosten von ca. 1 $ und ein extra Briefumschlag für ca. 2 $. So, und jetzt rechnet mal, wieviel der Inhalt der drei Briefe wert war. Sagenhafte 22,20 $ musste ich für das Porto von drei Bewerbungsbriefen nach Deutschland bei der kanadischen Post hinlegen. Wenn da jetzt nicht zumindest eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch rausspringt, dann werde ich weinen. Bitterlich.
So, und was sonst so in der letzten Zeit so passiert? Einiges. Ein Teil unserer Studenten-Familie war zu Besuch. Fredie und Wolfgang nämlich. Das war richtig schön. Die beiden sind tapfer durch Montreal gestapft, haben innerhalb von drei Tagen hier alle Sehenswürdigkeiten mitgenommen und sind sogar noch für ein paar Tage nach New York gefahren. Wo die die Energie hergenommen haben - fragt mich nicht.

Ach ja, ich vermisse die Abende, an denen wir "Was bin ich?" gespielt haben. Das Spiel an sich war nicht so der Hammer - aber am Ende, wenn alle versuchten, die heimtückischen Klebezettelchen von ihrer Stirn zu entfernen... das war ein echter Spaß! (Tipp für euer nächstes "Was bin ich?"-Spiel: selbstklebende Briefetiketten. Und bitte keine biblischen Figuren - oder TIERE... -, die es zu erraten gilt...) Und erst der Spieleabend mit dem tollen kanadischen Trivial Pursuit "Greatest Hits" - wenn man da mal eine Frage beantworten konnte, war das wirklich der Hit. (Ich muss wirklich mal auschecken, was ich dafür bei ebay noch bekomme...) Von der Trivial Pursuit-Pleite mal abgesehen, es war schön die beiden wiederzusehen. Den Anblick der Beiden nach ihrer ersten Nacht auf dem von uns bereitgestellten Luftbett werde ich nie vergessen. Ich versuche mich mal an einer Beschreibung: Fredie und Wolfgang liegen ziemlich mittig aneinandergepresst und berühren mit ihrem Rücken den Fußboden, da das Bett über Nacht erheblich an Luft verloren hat. Das Spannbettlaken, welches wir ein paar Stunden vorher, aus panischer Angst vor dem Ausbruch einer Latexallergie, noch gekauft haben, hat sich vom Bettrand losgelöst und umrahmt nun formschön die Köpfe der Beiden. Fehlte eigentlich nur noch der Heiligenschein.

Die Lösung des Luftproblems war schnell gefunden: das Ventil war nicht richtig verschlossen wurden und so musste der gute, alte Fön (ich wehre mich hiermit ausdrücklich gegen die neue Rechtschreibung) wieder herhalten und dem Bett die dringend benötigte Luft zuführen. Die nächsten Tage schliefen die Beiden tief und fest, ohne weitere Zwischenfälle. Also lasst euch nicht erzählen, wir hätten sie gequält. (Wobei das, zugegebenermaßen, eine ziemlich spannende Montreal-Story geben würde...) Naja, vielleicht haben wir sie auch gequält - aber nur den ersten Abend. Wir haben sie gezungen, bis 22 Uhr wach zu bleiben. Das aber auch nur, um das drohende Jetlag zu weit wie möglich zu minimieren. Was, denke ich, auch gut geklappt hat. Okay, eigentlich haben wir sie auch schon am ersten Tag gequält, als wir die beiden (sich im narkotischen Zustand auf Grund akuten Schlafmangels befindend) in die Underground City geschleppt haben. Aber bitte - erleben, was es heißt, total übermüdet von den bunten Lichtern und Menschenansammlungen in Montreals Untergrund förmlich erschlagen zu werden - da muss jeder mal durch.


Geshoppt wie die Weltmeister haben die Beiden natürlich auch. Ihr (und mein) Lieblingsladen hier: Simons. Im Grunde dem guten, alten H&M ähnlich, nur manchmal noch billiger und auf jeden Fall raffinierter im Angebot. Frei nach dem Motto "Im Seimons könnt'sch misch dohd koofn" wurde sogar noch am letzten Tag, mit dem letzten Geld die von Fredie zu tiefst ersehnte Pepitta-Jacke gekauft. Wolfgang gönnte sich ein paar Stunden vor der Abreise noch ein paar stylische Chucks, die diesmal hoffentlich auch passen. Natürlich haben wir die Beiden auch in unsere kulinarischen Gepflogenheiten hier eingeführt: Poutine, Burger, Ben&Jerry's Eis, Domino's Pizza, die wohl schwersten Torten der Welt, Spinatdip, mit Honig und Ahornsirup verfeinerter Schinken, Sushi - ich hör jetzt mal auf, denn durch diese Nahrungsmittel-Reihenfolge wird mir schon beim Schreiben ganz schlecht. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß zusammen. Zum Abschied haben die beiden uns noch einen Hut/ eine Mütze geschenkt, in ihren trend-Nichtfarben schwarz und weiß. Was mich jetzt natürlich in die unerträglich Bredoullie bringt, mir passende Accessoires zulegen zu müssen - welch Qual!